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Published on Mai 3rd, 2016 | by Monika Thoma

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MANAGERIN im Gespräch: Ingrid Obermeier-Osl zur IHK-Wahl 2016

Noch bis zum kommenden Freitag, 14:00 Uhr, können die Mitgliedsunternehmen der IHK für München und Oberbayern wählen – 71 Kandidaten für die Vollversammlung und 19 Vorsitzende der Regionalgremien. „Die Vollversammlung ist das wichtigste Organ der IHK. In ihr sind die Kompetenz und der Sachverstand aller Wirtschaftszweige und Branchen aus kleinen, mittleren und großen Unternehmen vereint. Sie entscheidet über die Richtlinien der IHK-Arbeit und nicht zuletzt auch über die Einnahmen und Ausgaben“, heißt es auf der Homepage.  Ein Gremium mit Einfluss also. Insgesamt kandidieren 542 Unternehmer – und 90 Unternehmerinnen.

Über das IHK Ehrenamt, warum es sich für alle Unternehmer lohnt, zur Wahl zu gehen und über ihren größten Fehler als Unternehmerin haben wir mit Ingrid Obermeier-Osl, Vizepräsidentin der IHK München, gesprochen.

 

Frau Obermeier-Osl, Sie engagieren sich seit Jahren ehrenamtlich bei der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern. Was bewegt Sie dazu?

Für mich als Unternehmerin zählt der Leitspruch „Unternehmen nicht unterlassen“ – mir ist es wichtig, dass Unternehmer etwas bewegen, vorankommen,  neue Dinge anpacken und sich auch in schwierigen Zeiten um Fortschritt kümmern – die IHK mit ihren Gremien bietet aus meiner Sicht die optimale Plattform dafür, sich im Ehrenamt als Unternehmerin zu engagieren. Außerdem muss das Unternehmerbild in der Gesellschaft aus meiner Sicht unbedingt verbessert werden und Bayern als optimaler Wirtschaftsstandort erhalten werden. Dafür setze ich mich zusammen mit vielen engagierten Frauen und Männern in den entsprechenden Gremien der IHK gerne ein.

 

Welche Bedeutung haben denn die Wahlen zur Vollversammlung und den Regionalausschüssen? Oder anders gefragt: Warum sollten Unternehmer unbedingt wählen gehen?

Gerade für die kleinen und mittleren Unternehmen ist die IHK der wichtigste Anwalt gegenüber der Politik – die Forderungen an die Politik und die Entscheidungsträger können hier entsprechend kundgetan werden. Das wirtschaftliche Meinungsbild aus der IHK-Vollversammlung bzw. dem jeweiligen IHK Regionalausschuss mit ihren demokratisch gewählten ehrenamtlichen Mandatsträgern aus der Mitte der Wirtschaft sind der Garant dafür, dass die IHK die stärkste Organisation ist und nicht eine unter vielen Lobbygruppen oder Wirtschaftsvereinigungen. Während der Regionalausschuss die Interessenvertretung der Unternehmen vor Ort übernimmt, entscheidet die Vollversammlung über die Leitlinien der IHK Arbeit und bezieht Position im Namen der oberbayerischen  Wirtschaft.

 

Als Vorsitzende des Arbeitskreises „Frauen in der Wirtschaft“ setzen Sie sich für Führungsfrauen und mehr gemischte Leitungsteams ein. Ein Ziel, das ja auch die Frauenquote verfolgt. Ihrer Meinung nach der richtige Weg?

Frauen in ihrer Persönlichkeit können so viel bewegen – ihr Standing in der Gesellschaft hat sich aus meiner Sicht gerade in den letzten Jahren sehr zum Positiven gewandelt – Frauen zeigen ihre Stärken in Gesellschaft und Wirtschaft, deshalb denke ich, dass wir grundsätzlich auch ohne gesetzlich definierte Frauenquote – besonders in den KMU´s – unsere Ziele erreichen werden.

 

Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Was war Ihr größter (beruflicher) Fehler, und was haben Sie daraus gelernt?

Fehler gehören zum Alltag – solange sie die eigene Persönlichkeit stärken und andere nicht verletzten, kann man fürs spätere Leben daraus nur lernen, das sagt schon ein altes Sprichwort. Manchmal bin ich vielleicht gerade im Umgang mit Team-Mitarbeitern zu gutgläubig, weil ich die Dinge im Leben immer versuche von der positiven Seite zu sehen, woraus dann schon auch mal persönliche Enttäuschungen entstehen können.

 

 

Ingrid Obermeier-Osl (54) ist Vizepräsidentin der IHK für München und Oberbayern, Gemeinderätin in Schwindegg und Unternehmerin. Sie behauptet sich als Geschäftsführerin der Franz Obermeier GmbH in Schwindegg, einem Spezialunternehmen für die industrielle Verarbeitung von Laubholz, erfolgreich in einer echten Männerdomäne.

Dennoch, oder gerade deswegen, liegt es ihr am Herzen, Unternehmerinnen und weibliche Top-Managerinnen sichtbarer und damit einflussreicher zu machen. In ihrer Funktion als Vorsitzende des Arbeitskreises „Frauen in der Wirtschaft“ setzt sie sich auch dafür ein, mehr Frauen für das IHK-Ehrenamt zu gewinnen.

 

Eure Wahlunterlagen am kommenden Freitag, 6. Mai um 14:00 Uhr, bei der IHK  (Balanstraße 55- 59, 81541 München) eingetroffen sein. 


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